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IDEENWETTBEWERB SCHAUTURBINE KW PERNEGG
Projektbeschreibung
Situation und Position:
Das Kraftwerk Pernegg ist aufgrund seiner topografischen Lage und der architektonischen Erscheinung, ein historisches Baudenkmal von hoher Präsenz für den Ort.
Die Position der zu planenden baulichen Hülle, zur Präsentation der Kaplanturbine, ist deshalb von besonderer Bedeutung.
Vom Ortskern Pernegg über den Hauptzugang kommend, sieht man bereits von weitem die nach Osten gerichtete, imposante Hauptfassade des Kraftwerkes.
Um eine respektvolle Distanz zum historischen Bau einzuhalten, wird ein Situieren des neuen Ausstellungsgebäudes am nördlichen Ufer des Unterwasserkanals vorgeschlagen.
Baukünstlerische Überlegungen:
Das neue Ausstellungsgebäude hat die geometrische Form eines gleichseitigen Würfels.
Als nach drei Seiten transparenter, schlichter Kubus bildet es einen einfachen, klaren und wohl proportionierten Raum zur Präsentation der Turbine.
Durch zurückhaltende Form- und Farbgebung soll es dem eigentlichen „Star der Szene“, der üppig geformten Kaplanturbine, eine entsprechende Bühne bieten.
An der Böschungskante sitzend, nimmt es eine selbstbewusste, aber respektvolle Position zum Kraftwerk ein.
Als Beispiel zeitgemäßer Baukunst, steht es in spannungsvollem architektonischen Dialog mit den historischen Bauten.
Funktionen:
Um die komplexen Funktionen der Kaplanturbine erlebbar zu machen, wird eine spannende Wegeführung für Besichtigungen vorgeschlagen:
Ebene 0 zeigt den Generator in ähnlicher räumlicher Situation wie im jetzigen Originalzustand im Krafthaus.
Über eine Rampenanlage, die zu einer Aussichtsplattform auf halber Höhe des Ausstellungspavillons führt (Ebene +1), kann die Turbine allseitig und aus verschiedensten Blickwinkeln besichtigt werden.
Von dieser Plattform aus können auch Filmprojektionen auf der Rückwand des Pavillons, zur weiterführenden Erklärung des Kraftwerks besichtigt werden.
Gleichzeitig bietet die Rampe erhöhte Ausblicke auf das alte Kraftwerksensemble und die Umgebung von Peggau.
Ebene -1 bietet Einblicke in die jetzt für Besucher nicht zugänglichen unteren Turbinenbereiche.
Hier kann auch eine nachgebildete, schneckenförmige Turbinenspirale besichtigt und begangen werden.
Konstruktionen:
Der Bau hat dreiseitig (Boden, Dach und Rückseite) eine Stahlbetonkonstruktion + Stahlstützen an den beiden Außenecken.
Das geneigte Foliendach mit Attika wird über diese Stützen ohne sichtbare Abfallrohre entwässert.
Die Betonoberfläche im Hauptraum ist eingefärbt, geschliffen oder gestockt.
Die drei Sichtfassaden (Ost, Süd, West), sind aus geschuppten, hinterlüfteten Nurglasfassaden gebaut.
Die Scheiben (3,0m mal 1,5m) aus ESG, werden mittels Punkthaltern auf Seilkonstruktionen, die zwischen Decke und Bodenplatte (Vertikal), bzw. Rückwand und Säulen (Horizontal)
gespannt sind, befestigt.
Alternativ können auch Istor- Stäbe, bzw. Stahlprofilkonstruktionen (ZB. Jansen) verwendet werden.
Die Rampen aus Stahlprofilen mit Geländerfüllungen aus Edelstahlnetzen (ZB. Jakobs) sind ebenfalls von den STB- Decke abgehängt, bzw. über die Fassade gehalten.
Vision:
Der neue Ausstellungspavillon ist eingebettet in die Gesamtanlage des Kraftwerkes.
Entlang der Hauptfassade gelangt man, über die Brücke vor dem Krafthaus gehend, zum Kubus, in dem, ähnlich wie in einer Guckkastenbühne, die rote Turbine präsentiert wird.
Sie bietet Besuchern und Interessierten ein Stück erlebbare Industriegeschichte in unmittelbarem Kontext zum Originalschauplatz.
Am Abend entsprechend beleuchtet, werden der Ausstellungsgegenstand und seine Hülle zu einer zusätzlichen Attraktion für die Region.



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